Sonntag, Oktober 28, 2007

Da isser er wieder

Godverdomme!
Mensch, ich hatte mir richtig Mühe gegeben, meine Wiederkehr in die schöne Welt der Blogs blumig und ausführlich einzuleiten, da ist auf einmal der ganze verdammte Text weg und ich nun ein wenig gefrustet (aber auch klüger: es wird wieder in Word vorgeschrieben).
Jedenfalls: Nach erfolgreicher Selbsteinladung darf ich nun bis Weihnachten internationale Luft in der Konzernzentrale von Philips schnuppern, inklusive aller Wohl- und Übelgerüche versteht sich.


Nachdem ich am Montag abgehoben bin, war auch die Landung in der Hauptstadt der Niederlande butterweich. Dank meines Namensvetters in Diensten eines weiteren Unternehmensbereichs hier in Amsterdam, Daniel Schröder, musste ich mich nicht in eine kleine und überteuerte Amsterdamer Studentenbutze quetschen sondern residiere nun fürstlich in einer Expatriatswohnung in der östlichen Innenstadt mit toller Dachterrasse und für 2 Personen gerade ausreichenden 2 Etagen. Und das Tollste: Wir haben einen Geschirrspüler! Wat´n Luxus, ehrlich.




Allerdings ist der Anstieg um in die Wohnung im 3.OG zu gelangen mörderisch und mit mehr als einem Koffer kaum zu bewerkstelligen. Ich wusste jedenfalls schon am ersten Tag, warum wir kein Mineralwasser in Kisten in der Wohnung haben ;-)

Nach erfolgreich überstandener ersten Woche bei Philips kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich von meinen Kollegen, mit denen ich zusammensitze, sehr freundlich aufgenommen wurde. Im Gegensatz zu meinem Manager eine Etage über mir, habe ich herrlich viel Platz in meinem Büro, in dem nur 3-5 Personen gleichzeitig sitzen. Der Wiedereinstieg in die englische Sprache ist mir glaube ich auch ganz gut gelungen sodass ich nur noch an der Reduzierung der Arbeitszeit arbeiten muss. Während der niederländische Familienvater meist pünktlich zum Abendessen mit seiner Familie zuhause ist, hat der Ausländer hier ja keine Familie, ergo kann er ja noch ein wenig mehr arbeiten… :-)

Heut am Samstag hatte ich nun den ersten Tag Zeit, mir das Rotlichtviertel und die Kiffershops, ähh also die Stadt, ein wenig genauer anzusehen. Wirklich sehr sehenswert und nett zu durchwandern.


Dank 700.000 Einwohnern ist alles zwar großstädtig, dennoch gut zu Fuß zu erkunden und man verliert nicht allzu schnell den Überblick. Komplett begeistern tun mich die zahlreichen Kanäle mit Ihren malerischen Häusern und Brücken (Ende der Werbung). Was natürlich auf meinem Stadtrundgang nicht fehlen durfte, war eine Portion Pommes, dem scheinbaren Nationalimbiß. Dank Reiseführer von Basti und Kristina habe ich auch gleich den „besten der Stadt“ ausgewählt. Allerdings wollten auch andere die zahlreichen Saucen testen (für mich ganz grüner Pfeffersauce auf die Pommes *mjammjam*), was sich in einer beachtlichen Schlange äußerte.

Weiteres Spässgen: An einer Gracht sah ich plötzlich 5-7 Fischreiher, die sich wie Tauben zahm an die Menschen und Häusern heranwagten, um Brot abzugreifen. Mein Auto möchte ich nicht von den Krallen des Reihers malträtiert wissen. ;-)

Das sollst erstmal von meiner Seite gewesen sein, morgen werde ich einmal läuferisch die östliche Seite erkunden.

Euch ein schönes Rest-WE!

Dui Dui sagt,
Hendrik