Donnerstag, November 02, 2006

Bergfest

AS: Eine dem Leser bekannte Person war beim Friseur. Daher moechte sie auf dem Foto nicht erkannt werden ;-) Scheint ein kleines Kommunikationsproblem gewesen zu sein, jedenfalls ist der Haarschopf recht uebersichtlich.

Man mag es kaum glauben, aber die Haelfte meines ueber Jahre vorbereiteten Auslandssemesters (welches eben nicht aus 6 Mestern besteht) ist schon fast erreicht. Ich moechte Euch aber nicht mit meinem persoenlichen Status-Report langweilen und fasse deshalb besser die letzte Woche zusammen:

Die „Arbeitswoche“ hatte nicht viel Spektakulaeres zu bieten. Ich bin seit Montag vergangener Woche so richtig offiziell und von allen Seiten anerkannt in meiner Fakultaet eingeschrieben. Der erhoffte freie Zugang zu Hunderten von PCs erwies sich jedoch als bedingt toll: Es gibt eine Reihe von schnellenn PCs, ohne Frage. Leider werden diese jedoch auch fuer Vorlesungen genutzt, so dass es im Allgemeinen schwierig ist, eine freie Stunde zu ergattern ( und dann auch schneller zu sein als andere Studenten). Das Gros der Mails werde ich also weiterhin vom Internet-Cafe bestreiten muessen.

Am Freitag stand dann meine Pruefung im Sprachkurs der Universitaet an: Nachdem ich ein wenig mit meiner Mitbewohnerin gelernt hatte, hab ich doch glatt das Examen geschafft *jubel*. Freitag abend wurde dann auch mehr gefeiert, als eigentlich notwendig gewesen waere ;-) Gestartet mit einer Botellon (das spanische Pendant von „Vorgluehen“) bei Miguel ging es zur naechsten Botellon bei spanischen Freunden von Miguel. Glueht man in Deutschland vielleicht bis 12 oder 1 Uhr vor, so kann hier eine Botellon auch schnell bis 3-3:30 Uhr anhalten (ich kann da nichts fuer Papi *smile*). Weitergings in unbekannte Bars mit unbekannten Getraenken, zum Beispiel Aqua de Valencia. Als ich gegen sechs eigentlich nach Hause wollte, traf ich prompt einen anderen Sprachschueler und wir waren uns einig, dass so der Abend nicht zu Ende gehen konnte. Also ab in zwei weitere Diskos , um sich dann um halb neun zum verdienten Schlaf in die Koje abzumelden. Dass am Samstag aus dem erneuten Unentschieden des HSV nicht viel ging, brauche ich wohl nicht extra zu erwaehnen, oder? Ausserdem stand am So morgen eine weitere Busfahrt an: Toledo!

Mitten in der Nacht
(6 Uhr) aufgestanden, ging es mit mir zwei bekannten Gesichtern, Migue und Severine (Belgien), in 4 Stunden nach Toledo. Eine sehr interessante Stadt, gelegen auf einem auf drei Seiten vom groessten Fluss Spaniens umgebenen Felsen. Die Geschichte liest sich ebenfalls wie ein Best-of: Juden, Araber und Christen haben sich jeweils jahrhunderteweise in dieser Stadt pudelwohl gefuehlt und Ihr zu Wohlstand verholfen (besonders die Araber). 2 Stunden erzaehlte uns eine Fremdenfuehrerin interessante Dinge ueber eben diese Geschichte, danach war noch ausreichend Zeit, die Stadt auf eigenen Faust zu erkunden. Wir haben uns dann in ein Cafe gesetzt und erstmal richtig Bier gesoffen. Gekotzt hab ich auch noch…..kleiner Scherz, Ruhe bewahren bitte. Cafe stimmt, Middach. Saufen stimmt nicht, sondern Kulturtour mit der Belgierin, da Miguel alte Freunde aus Toledo getroffen hat und nicht zum Stadtwandern zu bewegen war. Fasse mich kurz: Interessante Gebauede und Ausblicke, allerdings (logischerweise) Avila etc recht aehnlich. Der mittelmaessig bekannte Maler „El Greco“ lebte uebrigens auch in Toledo – ein Museum mit Bildern wurde brav besichtigt.

Gestern schliesslich war Halloween, das, wie jedes andere Fest der Welt auch, natuerlich in Salamanca ebenfalls gefeiert wurde. Einige meiner Bekannten hatten sich sogar ein wenig in Schale geschmissen, meinereiner hat sich dem verwehrt.

Hasta luego,


Hendrik

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Moinsen El Schroeder,

finde ich ja ziemlich Schade, dass Du dich nicht verkleidet hast oder willst Du uns nur das Foto vorenthalten??? Na ja, nach dem Friseurbesuch war ja eh keine große Verkleidung mehr notwendig! :-)

Habe Samstag Deinen Bruder und seine Freundin bei der Einweihungsfeier unserer Tanzschule getroffen! Wie klein die Welt doch ist!

Ansonsten wünsche ich Dir weiterhin eine schöne Zeit und bis bald,

Björn